Aus- und Weiterbildung


Oft werde ich gefragt, was wir den so den lieben langen Tag machen, schließlich brennts ja nicht in einer Tour.

Dann kann ich natürlich gelangweilt erklären, das wir diverse Werkstätten haben in denen nicht nur zeitaufwendig alles rund um die Atemschutzgeräte gewartet wird (natürlich nicht nur unsere eigenen, sondern auch die der Freiwilligen Feuerwehren) sondern auch das sich unsere Medizingerätewerkstatt z.B. sehr für alle zu prüfenden Materialien im Rettungsdienst interessiert (und das sind viele). Dann haben wir noch die Schlauchwäscheabteilung, die Funktechnikabteilung (die ua für alle Pieper und Funkgeräte der Stadt zuständig ist) die Elektrikerwerkstatt (na ja, noch im Aufbau) und die Werktstatt auf Wache 1 die für sämtliche Sicherheitsrelevanten Prüfungen an Feuerwehrgeräten zuständig ist (das sind im Besonderen die Leitern und die hydraulischen Rettungsgeräte). Desweiteren fallen in unserem täglichen Dasein immer mal wieder größere (z. B. Renovierung der Räumlichkeiten für den neuen Grundlehrgang) und kleinere (z.B. Wäsche sortieren, Assistenz in der Krankentransportabrechnung) Arbeiten an, sodass eigentlich immer irgendwas zu tun ist.

Oder aber ich kann von einer der zahllosen Aus-, Weiter- und Fortbildungen berichten.
Wir haben nicht nur eine eigene Rettungsdienstschule in der ständig Unterricht gehalten wird, alle noch im Rettungsdienst arbeitenden Kollegen müssen mehrmals im Jahr zum ACLS Training, jedes Jahr gibt es diverse Speziallehrgänge wie z.B. Pumpensachverständiger, Atemschutzgerätewart, Multiplikator im Rettungsdienst, technische Hilfeleistung, Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern und und und...
Das gelernte wird dann von den Lehrgangsabsolventenseinem restlichen Wachzug als Unterricht vorgetragen, sowohl theoretisch als auch praktisch.
Seit letztem Jahr machen wir immermal wieder reine Ausbildungstage, bei denen das frisch erlernte dann in Übungen in Fleisch und Blut übergehen soll. Um dem ganzen einen verbindlichen Charakter zu verleihen, werden zu bestimmten wiederkehrenden Einsätzen Standart Einsatz Regeln (SER) entwickelt, an denen sich dann Feuerwehr und Rettungsdienst im Sinne des Patienten und vor allem des Selbstschutzes lang zu hangeln haben. So dass wir nun einen Zimmerbrand immer nach den gleichen Muster abarbeiten, egal welche Wache zuerst eintrifft.
Genauso sind auch bestimmte Massnahmen zur Befreiung eines Patienten aus einem Auto abgeklärt, die immer anfallen, wie das Entglasen und das Öffnen der Türen oder des Daches in Absprache mit dem Rettungsdienst.
Solche Übungen werden von uns absolut realitätsnah durchgespielt incl Anfahrt, Rückmeldungen, Nachalarmierungen und Diagnosen. Natürlich muss dabei auch immer ein Auto dranglauben, sonst könnte man ja auch einfach einen Film darüber sehen...

Dazu kommt, das wie in diesem Jahr mal wieder ein neuer Grundlehrgang für unseren zukünftigen Kollengen läuft und die Ausbilder z.B. Fahrlehrer, Elektriker usw aus unserer Wachabteilung kommen. Da sich so ein Unterricht nicht aus dem Ärmel schütteln lässt, muss das natürlich auch noch vorbereit werden.



 

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