was bisher passierte, die eigene Inhaltsangabe

Hallo, bin noch am überlegen, was ich euch hier von mir erzähle und was für euch von Interesse sein könnte...
Nur erstmal soviel für die, die mich nicht kennen, ich bin 29 Jahre alt, gebürtiger Norderneyer und arbeite jetzt hoffentlich noch für lange Zeiten als Beamter bei der Berufsfeuerwehr in Oldenburg.

So, dann will ich mal anfangen: am 9. Januar 1979 wurde ich im Krankenhaus in Norden geboren als erstes von 3 Kindern.
Ja richtig, ich bin, wenn mans ganz genau nimmt kein original Eingeborener, allerdings nahm mich meine Mutter sobald es ging auf den Arm und seitdem, also etwa 2 Tage später, war ich dann auch Insulaner.


Alle nun folgenden Bilder sind Imagemaps und enthalten weitere Informationen, viel spass!



Aufgewachsen bin ich auf einem Reitstall, den meine Eltern von meinen Großeltern übernommen haben, früher hielten sie noch Kühe, daher auch der ehemalige Name des Stalls Meierei.

Wenn man nun hier groß wird gehört der Umgang mit Pferden zum normalen Leben, mein Vater nahm mich schon zu Ausritten mit, da konnte ich noch gar nicht richtig laufen. So lehrnte ich ich also auch schon früh zu reiten und bekam auch bald ein Pony: Boy, mit dem durfte ich sogar einmal zur Schule Reiten...




Tja, dann kam irgendwann der Kindergarten und die Inselschule, das machte damals noch richtg spaß, 4 Jahre Grundschule mit unserer Leherin Frau Eschrich prägten sehr.
Ich weiß auch noch dass wir in fast jeder Pause zum Fußball gegen die Paralellklasse angetretten sind. Solange wir Ismail und Yasin bei uns hatten, haben wir kaum ein Spiel verloren.







Das Zeugniss der 1. Klasse war nur eins von vielen, insgesammt war ich 14 Jahre in der Schule, in der 8. Klasse brachen mir Latein und Mathe (vielen Dank Herr Bick) das Genick.

Weitere Highlights der Schulzeit waren:
- auf jeden Fall die Denkwürdige Religionsstunde mit Frau Kersting in der wir dann alles über das Eierpecken erfahren haben. Dank Simone und Susan gabs Bauchmuskelkrämpfe vor Lachen, wir mussten trotz laufenden Lachanfalls weitervorlesen, egal wieviele Tränen flossen...

- das Eckendiktat der gleichen Lehrerin, das in dem größten Anschiss endete, dass die Welt je gesehen hat.
Unser Leher für die Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde und Arbeit/ Wirtschaft ließ keine Stunde ausfallen, aber nachdem wir seine Kollegin gereizt hatten, nahm er sich eine komplette Schulstunde Zeit uns anzuschreien und dabei auch jeden persönlich seine Verfehlungen der letzten Jahre noch einmal deutlich vor Augen zu führen, gespickt mit reichlich Schimpfwörtern. Das war so laut, dass die Schüler der darüber und daneben liegenden Klassenräume uns fragten was den los wäre...

- bei dem gleichen Lehrer, wir mussten eine Zeit lang in jeden Fach jede Woche ein Referat halten. Man musste also sehr viel lernen, besonders Pascal, der wegen Kippelns eine Woche in seinem Unterricht stehen musste, auch zum Schreiben und Vorlesen...

- M.L., immer und egal was er sagte. Besonders gelungen waren seine Ausreden fürs zu Spät kommen: ich musste rückwärtslaufen wegen dem Regen, ich habe oben im Unterrichtsraum kein Licht gesehen, deswegen habe ich solange gewartet... (es war Weihnachten und wir hatten Kerzen an...) usw

Im November 2006 hatten wir unser erstes Klassentreffen nach 10 Jahren. Die Schule hat sich total verändert, ist jetzt zur Ganztagesschule geworden und muss somit Ruhe- Spiel- und Erholungsräume vorhalten... Wahnsinn, wir hatten ja nix damals...

Auf dem Gymnasium in Norden waren viele Lehrer ganz lustig drauf,
- z.B. die BWL- Lehrerin die Schielte und tatsächlich jemanden fragte wen sie den wohl ansehen würde...
- der Deutschlehrer, der seine unterschriebenen Hausaufgaben nochmal unterschreibt, man konnte ihm also alles unterschieben...
- der Biolehrer der uns Tricks verrät, wie man am besten getrocknete Bananen raucht...
- der Französischlehrer, der mit seiner Passion für Werder Bremen regelmäßig den Untericht blokiert, oder seine Klausuren einfach Zuhause vergisst...
- der Werte und Normen Lehrer, der mit uns aushandelt, wieviele Klausuren wir schreiben und wie wir am besten die Doppelstunde in eine Einzelstunde umwandeln. Er war der einzige Werte und Normen Lehrer, also auch Leiter der Fachkonferenz, der er dann unsere Vorschläge erklärte und diese in unserem Sinne durchsetzte...
- die Deutschlehrerin, bei der man im Unterricht immer in die Kantine konnte, wenn man ihr was mitbrachte. Sie hat uns auch zu sich nach Hause eingeladen in der 12. und 13. Klasse, das waren super Partys...
- der Rechnungswesenlehrer, der während des Unterichts immer nur seine Aktienkurse vergleicht...

Die Schulzeit endete mit dem für uns denkbar größten Knaller, der Abi Party. Es fällt mir schwer zu beschreiben, trotzdem will ich es mal versuchen.
Am Tag nach dem Abiball (und noch lange nicht nüchtern) trafen wir uns morgens um ca 8:30h und bestiegen einen geschmückten Hänger, der uns im Laufe des teilweise sehr heissen Tages bei allen Lehrern und Eltern auf dem Festland vorbeifuhr. Bei jeden Stopp gab es einen meistens nicht ganz so kleinen Umtrunk und auch etwas zu Essen. Gedankt wurde es den Veranstaltern mit nicht jugendfreien Gesängen, Wasserbomben und Verwüstungen in den Gärten, trotzdem wurden wir überall nett aufgenommen. Abends gings dann noch zu von der Ohes Restaurant und von dort aus weiter auf unsere eigene Abiparty bis morgens um, na ja, je nachdem wie lange man dann noch aushielt...

Nach der Zeit Schulzeit auf Norderney hieß es jeden Tag 3 lange Jahre lang jeden Morgen bei jedem Wetter um 6 aufstehen, Pascal abholen und dann zum Schiff fahren.
Es gab Tage, an denen regnete es nur, dh. morgens wurde man auf dem Weg zum Schiff das erste mal Klitschnass um dann auf der Fähre aufgewärmt, aber nicht getrocknet zu werden. Dann wieder in den Regen, irgendwann musste der Bus ja kommen, schließlich standen immer mal wieder Klausuren an, in der Schule wurde auf Insulaner nicht gewartet, kurzes antrocknen im Bus und dann wieder ein 5 Minuten Fußmarsch im Regen zur Schule und das ganze Nachmittags wieder zurück, keiner hatte Regenzeug mit, das sah ja schließlich immer uncool aus.
Ganz prima fanden wir es morgens dann Florian im Inselbus zu sehen, schön trocken und freundlich winkend...






Nach dem Abi ging es im Zivildienst weiter, der Rettungsdienst Norden hatte mir eine Zusage gegeben.
Durch die Rettungshelfer- Ausbildung bin ich dann prompt erst mal durchgefallen, ok ich hatte die 3 Monate zwischen Abi und Zivildienst genutzt um noch mal ordentlich zu feiern, Ossi und Marco waren mir die ganze Zeit eine große Stütze, wir waren on Stage wann immer es ging...

Ich war der erste Norderneyer der im Rettungsdienst auf dem Festland arbeitete.
Da wir Insulaner ja alle als arrogant verrufen sind, bekam ich entsprechenden Gegenwind, niemand wollte so richtig mit mir fahren, allerdings wandelten sich die Verwünschungen von Inselarsch zu Inselaffe und schließlich wurde ich dann doch sehr freundlich aufgenommen. Den Kollegen dort ist es letztendlich mitzuverdanken dass aus mir das geworden ist, was ich jetzt bin.
Das proffesionelle Arbeiten und die gelöste Stimmung auf der Wache, besonders wenn wieder Teller flogen oder Robert, mein Zivi Kollege, mit mir von der täglichen Visite der Stationen wiederkamen und wir Radio für den Parkplatz und die Wache per Durchsagenlautsprecher machten, hinterliess bei mir einen bleibenden positiven Eindruck.
Ein Kollege, Andre, begeisterte mich mit seiner Art zu arbeiten dermaßen, dass ich meine Rettungssanitäter- Ausbildung anschloss.

Von der ganzen Zeit sind mir nicht nicht nur heftige Unfälle (Verkehrsunfall erster Stock?!) oder: " kiek eben, de het sien Beens off...") und häussliche Dramen in Errinerung geblieben, sondern ich kann mich auch noch gut an einen meiner ersten selbst übernommen Einsätze errinnern (danke Thomas): eine Dame war die Treppe runtergestolpert und lag nun unten mit einer offensichtlichen Unterschenkel- Fraktur und ich stürmte in die Wohnung und stolperte erstmal über den fehlgestellen Fuss, der Ehemann sah das wohl, sagte aber nix... na ja ok, das kann ich jetzt besser...




Nach dem Zivildienst begann ich mit dem Studium der Sicherheitstechnik in Wuppertal, keine schöne Zeit.
Lauter Feuerwehrleute die studieren wollen und das auch noch in einer der letzten Städte in diesem Land, nur meine liebe Verwandschaft hat mich nicht so schnell aufgeben lassen. Matze und Albi, euch auch nochmal herzlichen Dank!

Nebenbei arbeitete ich bei einem privaten Rettungsdienst, die äußerst netten Kollegen konnten das schlechte Arbeitsklima leider nicht aufhellen, sodass meine Entscheidung zur Ausbildung zum Rettungsassistenten quasi eine logische Folge war, nie wieder wollte ich dort und so arbeiten.

Die Ausbildung absolvierte ich in Essen, ich fands schon recht schwierig, aber mit Hilfe des Kollegen Benedikt M. und Tobias K. lief es dann doch ganz gut.
Mein Partner Benedikt und ich, wir hatten uns nahezu perfekt aufeinander eingeschossen, was sich dann auch in der Notengebung wiederspiegelte... na ich sage es jetzt nicht, aber ich habe ganz gut abgeschlossen.

Da zu der Ausbildung auch ein praktischer Teil gehört, bewarb ich mich mit Tobias bei der Berufsfeuerwehr in Köln.
Daraufhin blieb ich ein Jahr auf der Feuerwache 5 in Köln- Nippes stationiert. Auch hier gab es wieder freundliche Kollegen und durch das aufregende Arbeiten reifte in mir der Entschluss: das will ich auch machen, Beamter bei der Feuerwehr werden, am liebsten in Oldenburg oder Köln, viel Geld für wenig Arbeit, das kann ich gut. (Mittlerweile klappt das schon ganz gut, das Gewissen beschwert sich immer seltener)
Da ich dort nicht sofort übernommen wurde wechselte ich zum DRK Köln und trainierte fleißig. Dabei half mir Linda sehr, mit Sprüchen wie:" komm schon laufen ist doch was für Dumme, immer einen Fuß vor den anderen."

Als dann der Tag des Einsellungstest kam und ich bis zum Vorstellungsgespräch schon durch war, konnte mich eigentlich nix mehr aufhalten, außer der freundliche Hauptbrandmeister aus der anderen Wachabteilung der schon lange irgendwas gegen mich hatte. Darauf angesprochen verneinte er dieses natürlich, so dass ich mir gute Chancen ausrechnete, da ich super Beurteilungen bekommen hatte und auch meine sportlichen Leistungen ganz pasabel waren.
Es kam wie es kommen musste, der freundliche HBM war auch dabei, ich verkaufte mich eigentlich ganz gut, jeder der mich kennt kanns sich wohl vorstellen und alle anderen Bewerber sind bis hierher auch genommen worden.
Bei mir hiess es aber: "die Berufsfeuerwehr Köln ist in der glücklichen Position nicht jeden nehmen zu müssen"...
:'**'*'+''*'##*#'*''*+##*#'+*##*~\%§*'* so oder ähnlich lauteten meine Verwünschungen diesen Menschen betreffend!

Ich bin ja mittlerweile ganz froh, dass ich dort nicht genommen worden bin, denn ich habe es in Oldenburg weitaus besser getroffen, aber das es eine abgekaterte Sache war, viel mir erst später auf, weil die Chefschreiberin am Vortag noch sagte, ich solle mir lieber noch keinen Sekt kaufen...








Das die Zeit in Köln doch noch ein Gewinn wurde, dass verdanke ich den DRK- Kollegen in Köln, überhaupt, ich habe das Gefühl, dort meinen Feinschliff bekommen zu haben, indem mich der Fahrdienstleiter lange Zeit mit den größten Nulpen, die jemals auf einem Blaulichtfahrzeug gesessen haben hat fahren lassen.
Die Herrausforderung bestand darin, auf die Kollegen aufzupassen und gleichzeitig noch so gut wie möglich zu arbeiten. Dafür bin ich wirklich und im Ernst sehr dankbar.
Dort gab es allerdings nicht nur Pfeiffen, sondern im Gegenteil, auch echte Meister ihres Faches: Klaus, Marcel, Daniel, Karin, Strohmy, Tobias, Olli, Andrea und noch einige andere.
Ich bin froh dort so viele positive Erfahrungen gesammelt zu haben. Zu den Höhepunkten dort gehörten nicht nur der beinahe tägliche Streit mit meinem alten Wachenleiter auf der Feuerwache 4, (..." wo das DRK immer ihre Leue herholt, hier stehen Autos aus Düsseldorf und aus Vechta auf dem Hof, wie kann das sein, die kennen sich hier doch gar nicht aus," oder:" neue Vorhänge können wir leider nicht erlauben, wegen der Feuergefahr...") sondern auch so Einsätze wie die Dekontaminierung auf dem Hof der Bayer Laboratorien (ich brauche hier mal eine Dekontaminierungseinheit...) und der ungewollte Fernsehauftritt bei Big Brother sowie das Arbeiten über Karnevall auf Feuerwache 1 (wer das mal miterlebt hat ist durch mit Karnevall), genauso wie das Mitfahren zur Notlandung...

Da ich trotzdem weiter zu einer Berufsfeuerwehr und besonders auch wieder Richtung Heimat umziehen wollte, bewarb ich mich in Oldenburg und wurde auch promt genommen.

Die ganze Idee mit der Arbeit bei der Berufsfeuerwehr reifte in mir schon auf Norderney heran, dort wurde ich vor langer Zeit in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen.
Entscheidenen Anteil an meiner jetzigen Stellung haben Rüdiger P. und Hellmut B. von denen ich mich immer gefördert fühlen durfte sowie meine ehemalige Freundin Linda die mich stehts motivierte.
Die Ausbildung ist jetzt mitlerweile fast gute 4 Jahre vorbei und ich freue mich nun gemeinsam mit meinem Zimmerkollegen Kaczy auf die nächsten 30 Jahre im Dienst...






So, dass wars mit Hose runterlassen. Mehr habe ich erstmal nicht zu erzählen. Sollte sich jemand falsch behandelt fühlen oder noch Wünsche, Ideen und Anregungen haben, bitte sofort melden. Und zwar hier: Kontakt

Eigentlich müsste jetzt hier noch ein Bild von meinem Cabrio und meiner Freundin im Bikini sein, aber ich habe gar keine. Vielleicht kann ich das mal irgendwann nachreichen. Vielleicht kennt ihr ja noch jemanden... Bis dann
Dirk

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